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24.08.2008:CIC2* - Preis der DHL
Sara Algotsson hat große Pläne

Wachtberg. Sara Algotsson hat die Internationale Vielseitigkeit beim Rodderberg-Park-Derby 2008 gewonnen. Die junge Schwedin lag mit Wega nach der Dressur noch auf Rang 3. Nach dem Springen rückte sie auf Platz 2 vor. Im Gelände handelte sich das Paar lediglich 8,80 Punkte über die Zeit ein und schob sich damit auf den ersten Platz. Im Endergebnis wurden 57,20 Punkte notiert. Auf dem zweiten Platz folgte Anna Junkmann mit Charlott (58,30 Punkte). Dritte wurden Roland Harting und Lux (61,00 Punkte). Madeleine Brugmann aus dem Niederlanden, nach Dressur und Springen noch vorne, fiel auf Platz sieben zurück (68,70 Punkte).

 

Sandra Vliegen vom RUJC Rodderberg kam mit Linnea auf den neunten Platz (69,80 Punkte). Jan Büsch und Napoli vom RC Annaberger Hof, im Gelände eines der besten Paare, wurden am Ende Elfter (72,90 Punkte). Mit dem Ergebnis in der Dressur war ich nicht zufrieden, obwohl das Pferd eigentlich gut war. Im Gelände habe ich am Ende nur ein paar Sekunden verloren, sonst wäre es ganz nahe an der Bestzeit gewesen, sagte Büsch. Büsch kam in 6,20 Minuten ins Ziel. Die Bestzeit lag bei 6,12 Minuten. Melissa Vliegen schied mit Agenda nach einem Sturz im Gelände aus.

 

Die schwedische Siegerin war mächtig stolz: Ich war nervös, weil ich nicht wusste, wie wir nach dem langen Galopp am Anfang über die Hindernisse kommen. Der Boden war jedoch richtig gut. Die Distanzen zwischen den Sprüngen passten. Es waren einige große Hindernisse dabei, aber es war sehr gut zu reiten, sagte Algotsson.

 

Die blonde Amazone hat große Pläne. Zunächst will sie im Oktober bei der Weltmeisterschaft der Jungen Pferde antreten. Das große Ziel aber lautet London 2012. Als Freundin von Frank Ostholt, dem deutschen Mannschaftsolympiasieger in Peking, hat sie ganz aus der Nähe miterlebt, welchen Stellenwert Olympische Spiele haben. Ich bin sehr stolz auf Frank. Aber wir waren auch ein wenig traurig, dass er nicht ins Einzelfinale gekommen ist.

 

Sie ist zuversichtlich, sich mit Wega so weiter zu entwickeln, dass sie es nach London schafft. Sie ist das beste Pferd, das ich jemals geritten bin. Auf dem Rodderberg hat sie die beste Dressur ihres Lebens gemacht und im Springen ist sie sowieso gut. Sie ist erst sieben, bei den Olympischen Spielen wäre sie elf Jahre alt, das passt dann, sagte Algotsson.

 

Insgesamt fanden die Vielseitigkeitsreiter beste Bedingungen vor. Der Boden konnte die großen Niederschlagsmengen der Vortage gut aufnehmen, da er noch mit einer Nagelwalze präpariert worden war. Während der Prüfung blieb es trocken, so dass angenehme Temperaturen herrschten.

 

Parcoursbauer Wilfried Thiebes hatte allen Grund zu strahlen: Die Nagelmaschine hat sich bezahlt gemacht. Das Wasser konnte wie bei einer Drainage abfließen. Der Parcours war technisch anspruchsvoll und gut zu reiten.